Sprache im Alltag
Sprachbrücke-Hamburg e.V.

 

Projekt „Sprache im Alltag“ vom Verein Sprachbrücke-Hamburg e.V.

Mit dem Projekt „Sprache im Alltag“ sollen Migranten ermutigt werden, ihr erlerntes Deutsch anzuwenden und zu vertiefen. Es umfasst ehrenamtlich geleitete Gesprächsrunden mit thematisch passenden Exkursionen in die nahe Umgebung. Die monatlich wechselnden Themen richten sich nach den Interessen der Teilnehmer. Wir fragen weder nach dem Bildungsstand, noch nach der Nationalität, noch nach dem Aufenthaltsstatus. Alle, die ihre erworbenen Deutschkenntnisse anwenden wollen, um besser in Kontakt mit anderen Menschen kommen zu können, sind willkommen.
Das Konzept dieses Projekts basiert auf Wünschen von Hamburger Migranten, die zwar bereits Deutsch gelernt haben, sich aber nicht trauen, dies im Alltagsleben anzuwenden. Ihnen fehlen die Gelegenheiten, weil es hierzulande oft schwierig ist, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Manche berichten auch von negativen Erfahrungen: Da ihr Deutsch nicht korrekt ausgesprochen war, wurden sie despektierlich behandelt und verstummten.
Wir bieten Möglichkeiten, einfach und niedrigschwellig miteinander in Kontakt zu kommen, das Aussprechen sowohl in einer kleinen geschützten Gruppe als auch in der realen Lebenswelt gemeinsam zu üben und damit die Hemmschwellen zu überwinden, die ein Miteinander in unserer Gesellschaft oft so schwer machen. Die Gespräche in den Gruppen sind anders als Unterricht. Hier besteht kein Leistungsdruck. Alle – Gesprächsleiter wie Teilnehmer – sind freiwillig da, Im Vordergrund steht die Freude am Anwenden der noch ungewohnten Sprache. Die Gruppen finden dort statt, wo die Teilnehmer leben, wohnen, arbeiten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Alle Gespräche sind politisch und religiös neutral und finden in einer Atmosphäre des voneinander Lernens und miteinander Wachsens statt.

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Projektträger & Info

Sprachbrücke-Hamburg e.V. ist im Bereich der Förderung sprachlicher Integration von erwachsenen Zuwanderern aktiv. Ein sprachlicher Austausch „auf der Straße“ ist in unserer Kultur nicht selbstverständlich. Viele Migranten vergessen ihre erworbenen Deutschsprachkenntnisse, weil sie zu wenige Gelegenheiten haben, diese anzuwenden. Andere haben aus unterschiedlichen Gründen die deutsche Sprache (noch) nicht erlernen können. Der Verein setzt an diesen Punkten an und organisiert in Form von fachlich begleiteten Ehrenamtsprojekten Unterstützung für die Betroffenen.


Projekt-Nr:
000125
Projektstatus:
Die hohe Nachfrage und das starke Unterstützungsangebot Ehrenamtlicher haben ermöglicht, dass in den ersten sechs Monaten 2018 stadtweit 720 Gesprächsrunden stattgefunden haben und 53 Exkursionen durchgeführt werden konnten. Momentan sind rund einhundertundzehn Ehrenamtliche in diesem Projekt aktiv. In den ersten Monaten 2018 kamen weit über 3000 Teilnehmer aus mehr als dreißig verschiedenen Ländern. Und die Zahlen wachsen weiter: Zurzeit sind weitere neue Gruppenstarts in Vorbereitung und es befinden sich weitere ehrenamtliche Interessierte momentan in der Beratungs- und Schulungsphase für ihr Engagement.

Wir beobachten, dass zunehmend auch Flüchtlinge in die Gesprächsrunden kommen, die nach ihren ersten 300 Stunden Deutschunterricht händeringend nach Möglichkeiten suchen, im Erlernen und Anwenden der Sprache voranzukommen. Für viele Bewohner von Wohnunterkünften sind die Gesprächsrunden sehr willkommene Gelegenheiten, zumindest zeitweilig aus den beengten und schwierigen Wohnsituationen herauszukommen und eine Verbesserung der eigenen Lage selbst in die Hände nehmen zu können. So wächst auch die Vielfalt der Menschen, die sich zur Gesprächsrunde treffen. Schon von Anbeginn fand die Integration in den Runden im Sinne eines voneinander Lernens und miteinander Wachsen zwischen Deutschen und Nichtdeutschen sowie zwischen anderen Kulturen untereinander statt. Der kulturelle Aspekt hat sich erweitert um zahlreiche andere Faktoren, die unterschiedliche Lebenswelten von Menschen in Deutschland prägen. Die bisherige Praxis hat gezeigt, dass die Gesprächsrunden genau die Begegnungen ermöglichen, die die bereits hier lebenden und die neu zugewanderten Menschen wirksam dabei unterstützen, einander besser verstehen zu können.
Themenfeld:
Soziales 
Wir brauchen:
Finanzielles Sponsoring 
Bezirk:
Gesamtgebiet Metropolregion Hamburg
Zeitrahmen bis:
9. August 2019

 

 

Mit Projektträger Kontakt aufnehmen

Sie möchten das Projekt unterstützen? Füllen Sie einfach das Kontaktformular möglichst vollständig aus. Es wird direkt an den Projektträger gesendet, der sich dann mit Ihnen in Verbindung setzt.

 

 


 

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